Der Tod der Print-PR?

Seit der Erfindung des Buchdrucks im Jahr 1450 durch Johannes Gutenberg, haben sich die Print-Medien rasant entwickelt. Zunächst gab es nur Bücher, später kamen auch Zeitungen, Zeitschriften und Magazine dazu.

Lange Zeit waren die Printmedien unangefochten. Sie stellten die einzige Möglichkeit um sich zu informieren und zu bilden dar. Doch mit dem Durchbruch von Radio und Fernsehen änderte sich das Bild Schritt für Schritt. Das Internet und die mobilen Endgeräte ließen die Vorherrschaft der Printmedien endgültig wanken. Die Print-Auflagen der Zeitungen insgesamt sind seit 1991 um etwa 27 Millionen Exemplare gesunken. Beinahe 100 Tageszeitungen sind heute komplett vom Markt verschwunden oder wurden von anderen Verlagshäusern aufgekauft. Natürlich schaffen es viele Zeitungen, weiterhin sich zu behaupten, es werden jedoch immer weniger. Dennoch ist die Print-PR noch lange nicht tot. Die Print-PR hat gegenüber den Online-Ablegern einige Vorteile durch die sie sich noch stark machen kann.

1. Hohe Glaubwürdigkeit
Leser schätzen die Qualität und Glaubwürdigkeit von gedruckten Medien oft höher ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele das Gefühl einer Zeitung in der Hand immer noch wertschätzen. Es liegt auch daran, dass es eben nicht jeder kann. Denn eine Website erstellen und darauf Inhalte veröffentlichen kann heutzutage praktisch jeder. Was jedoch nicht jeder kann, ist eine Zeitung oder Zeitschrift erfolgreich und auflagenstark herauszubringen.

2. Mit Bildern Interesse wecken
Während in den Online-Formaten die Leser mit Keywords angesprochen werden, die Titel also enorm aussagekräftig sind und auch oftmals fehlleiten, fängt eine Print-Zeitung ihre Leser mithilfe von Bildern. Dies verschafft einen völlig anderen Zugang zu der Leser-Zielgruppe, wer schaut sich nicht gerne Bilder an?

3. Gutes Kosten-/ Nutzen Verhältnis
Über Printmedien können mit gleichem Budget, mehr Menschen erreicht werden als über digitale Inhalte. Dies schlägt sich in den Kosten für digitale Abos nieder. Die Inhalte hinter den Paywalls sind, gerade bei den großen Verlagen, oft sehr teuer.

Print-PR ist noch lange nicht tot. Aber sie wird zunehmend von den digitalen Angeboten bedroht und nachhaltig beeinflusst.