„Safer-Internet-Day“ – Fünf Tipps für eine sichere und bessere Internetnutzung

Seit 2004 findet der „Safer-Internet-Day“ am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats eines Jahres statt. Der Aktionstag, dieses Jahr am 09. Februar, steht ganz im Zeichen der Datensicherheit und soll daran erinnern, dass eine sichere und vertrauenswürdige digitale Zukunft noch in weiter Ferne liegt. Doch wie kann man sich vor Übergriffen schützen? Wir haben in diesem Blogpost fünf wichtige und einfach umzusetzende Tipps zusammengetragen.

1. Die unverschlüsselte Kommunikation – eine digitale Postkarte

Unverschlüsselte E-Mails gleichen einem Postkarten-Austausch. Sollten sie in die falschen Hände geraten, sind die in ihr enthaltenen vertraulichen Daten offen einsehbar. Um dies zu verhindern, sollte auf verschlüsselte Kommunikation gesetzt werden. Seit dem 25. Mai 2018 sind Anbieter laut DSGVO dazu verpflichtet, ihre Technologie entsprechend umzurüsten und die Möglichkeit einer Verschlüsselung anzubieten. Diese ist allerdings nicht immer direkt aktiviert, daher sollte bei Unklarheit der Anbieter kontaktiert werden. 

2. Je weniger desto besser, und je mehr desto sicherer

Informationen sind die Währung des Internets. Bei jeder Kontoerstellung auf unterschiedlichen Plattformen werden Informationen abgegeben, die gesammelt und weiterverwendet werden. Daher sollte die Notwendigkeit der einzelnen Accounts hinterfragt werden, und die Gesamtzahl der Plattform-Registrierungen niedrig gehalten werden.

Anders sieht es bei den E-Mail-Adressen aus. Hier zählt: Je mehr unterschiedliche Adressen für unterschiedliche Accounts verwendet werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle gesammelten Informationen in ein Profil laufen. Hier empfiehlt es sich auch, unterschiedliche Identitäten zu nutzen – zumindest immer dann, wenn die persönlichen Daten eigentlich keine Rollen spielen. 

3. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Ja, lange und kryptische Passwörter, im Idealfall für jeden Account individuell erstellt, sind wichtig und richtig. Doch insbesondere WiFi-Geräte sind anfällig für Angriffe, und so können Passwörter relativ einfach ausgelesen werden. Daher bietet sich die Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Hierbei wird gängiger Weise ein dynamisch erstellter Code per SMS an eine hinterlegte Mobilnummer geschickt. Nur wer Zugriff auf diesen Code hat, kann sich unter dem entsprechenden Profil einloggen. Hier ist allerdings die Sicherheit des Nachrichtenmediums SMS zu hinterfragen. Sicherer ist die Multi-Faktor-Authentifizierung, welche sowohl das Passwort, einen Code als auch den Fingerabdruck abfragt.

4. Virtuelle Private Netzwerke – VPNs

Viel besprochen, noch wenig genutzt. Ein virtuelles privates Netzwerk, kurz VPN genannt, verschleiert einerseits die IP-Adresse der Nutzer und leitet andererseits jeden eingehenden sowie ausgehenden Traffic über ein vertrauenswürdiges Gateway. Wem Anonymität bei privater und beruflicher Internetnutzung am Herzen liegt, der sollte sich über die unterschiedlichen Anbieter informieren. Hier existieren sowohl Pläne für Großkunden, als auch für Einzelpersonen oder Mittelstandsunternehmen. Anders als früher verlangsamen die meisten VPNs die Internetgeschwindigkeit kaum mehr – für regelmäßigen Austausch von großen Datenmengen sollte allerdings auf einen hochwertigen Anbieter gesetzt werden.

5. Virenschutz, Firewall und Betriebssystem aktuell halten

Es ist simpel: Updates von Firewall, Virenschutzsoftware oder Betriebssystemen sollten nicht aufgeschoben werden. Natürlich sollte die Aktualisierung nicht zehn Minuten vor einem wichtigen Call durchgeführt werden, insbesondere da sie meistens einen Neustart des Systems fordern, doch meistens wird die Option angeboten, das Update nachts durchzuführen. So erspart man sich einen Delay aufgrund des Updates und ist immer auf dem neuesten Stand. Sicherheit sollte nicht aufgeschoben werden.