Warum eSport so boomt und was McDonalds damit zu tun hat

Die Branche boomt und wächst stetig weiter. Die Unternehmensberatung Deloitte brachte eine Studie heraus, aus der hervorging, dass bereits 2020 jährliche Einnahmen von 1,5 Mrd. Dollar erwartet werden. Gleichzeitig erhalten professionelle eSportler Preisgelder in Millionenhöhe. So hat der deutsche Gamer Kuro Takhasomi den Rekord des höchsten Einzelgeldpreiseses zu verzeichnen. Er erhielt ca. 2,2 Mio. Euro für den Sieg in dem online Multiplayer Dota 2.

Das Statistik-Portal Satista generierte dazu interessante Zahlen. Im Jahr 2017 schauten rund 335 Millionen Menschen weltweit mindestens ab und zu eSport-Veranstaltungen. Allein in Deutschland kennt jeder Vierte den Begriff eSport - unter den 16- bis 24-jährigen sogar jeder Zweite. Dabei sind Computerspiele nicht nur bei den jungen Leuten beliebt. Jeder Zehnte der Generation 60+ und 25 Prozent der 50-64-jährigen spielen ab und zu ein PC-Game. In der Gruppe der 30-49-jährigen sind es ganze 55 Prozent und satte 81 Prozent der jungen Erwachsenen. 

Sogar "traditionelle" Sportmannschaften springen auf diesen Zug auf. Der Schalke 04, der VfL Wolfsburg, der VfB Stuttgart, der RB Leipzig, der Herta BSC und auch der 1. FC Nürnberg sie alle spielen FIFA - nur nicht auf dem Rasen, sondern auf der Playstation.

Diese großen Namen sind unter anderem ein Grund für die immer größer werdende öffentliche Aufmerksamkeit. Doch es kommt noch besser: McDonalds hat sich nach fünfzehn Jahren DFB-Sponsorship entschieden, dem Fußball den Rücken zu kehren und sich eSports zuzuwenden. Damit ist das Weltunternehmen nach Mercedes-Benz der zweite namenhafte Großsponsor für eSport-Events.  

Gleichzeitig benötigt man als Zuschauer kein Sky-Abo - eine funktionsfähige Internetleitung genügt. Auf Twitch und YouTube hat man eine riesen Auswahl von Angeboten. Von League of Legends, über Dota 2 bis hin zu FIFA - für jeden ist irgendetwas dabei. Außerdem wird zum Mitmachen angeregt! Die meisten Spiele sind online verfügbar und einfach zugänglich, demnach ist mitspielen einfach. Der Zuschauer weiß also aus eigener Erfahrung, wovon der Streamer gerade redet.