A Beginner's Guide für Wiener in Hamburg

Und fang: Zwischen Deutschen und Österreichern wirft man sich ja gerne mal den Klischee-Ball zu. In unserer PR Agentur in Hamburg, gehört das neuerdings zum Alltag, denn wir bekamen in der letzten Woche Zuwachs aus Wien – eine neue Praktikantin. Von kulinarischen Differenzen bis hin zu kleinen sprachlichen Barrieren, stellte sie uns anhand ihrer ersten Erfahrungen in der Hansestadt einen kurzen Ratgeber für Zugezogene aus Österreich zur Verfügung.

Tipp Nr. 1: Verwende niemals das Wort ‚Sackerl’!
Häferl, Sackerl, Mäderl – wir Österreicher lieben ja Verniedlichungen. Dennoch solltest Du in Hamburg beim alltäglichen Einkaufen, als Bezeichnung für eine Tragetasche Tüte verwenden. Glaub mir – so vermeidest Du einige irritierte Blicke.

Tipp Nr. 2: Moin ist kein Äquivalent zu Guten Morgen
Nein – ‚Moin’ ist kein ungenau ausgesprochenes Guten Morgen, sondern Ausdruck der hanseatischen Warmherzigkeit. Hier im Norden verwendet man diesen Gruß zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wenn Du also nicht auffallen möchtest, verhalte Dich  wie ein Hamburger und verwende Moin – es ist immer passend

Tipp Nr. 3: Lass den ‚Wiener Grantler’ zu Hause
‚Grantler’ =  eine bayrisch-österreichische Bezeichnung für eine Person mit mürrischer Grundstimmung. Wienern wird ja allgemein nachgesagt, dass sie sich bezüglich ihrer Gemütsstimmung eher auf der negativen Seite aufhalten. Über die Offenheit oder auch Verschlossenheit der Hamburger gibt es zwar auch sehr gespaltene Meinungen, dennoch kann Dir ein Lächeln mehr, manch verschlossene Türen öffnen.

Und ein letzter Geheimtipp: Die Hamburger selbst wissen es ja schon lange, dass sie sich in der lebenswertesten Stadt Deutschlands befinden. Sollte bei Dir dennoch ein kurzes Gefühl des Vermissens aufflackern, wenn Du an das klassische Wiener Kaffeehaus und einem Stück schokoladiger Sachertorte denkst, gönn Dir einfach ein leckeres Franzbrötchen und genieße den einzigartigen Charme der Stadt.